Hermann Alexander Beyeler
Gerd J. Schneeweis

DER »BOZZETTO«
MICHELANGELOS,

der 1534 auf einer Holztafel geschaffene Entwurf für die Gestaltung des Wandfreskos zum »Jüngsten Gericht« in der Sixtinischen Kapelle, wird 1546 von einem liebesblinden Kardinal seinem angestammten Platz im Vatikan entrissen. Der Schweizer Galerist Hans Albert Bilgrin sowie der ehemalige Rechtsanwalt Maximilian Prückner finden mithilfe der wundersam begabten Sophie heraus, welch blutige Spur der Bozzetto auf seinem Weg quer durch die europäische Geschichte hinterlassen hat. In der Holztafel verborgen, kämpft das Gute mit dem Bösen – bis heute. Bei dem Versuch, den Fluch des Bozzettos zu bannen, sieht sich das Trio plötzlich einer unerwarteten tödlichen Bedrohung gegenüber.

Die packende Suche nach
Michelangelos Entwurf,
dem geheimnisumwobenen
BOZZETTO.

Seit dem 07. Oktober 2014 im Buchhandel erhältlich.

www.bozzetto.org

Die Leseprobe

»Aber zurück nach Paris«, nahm der alte Kunsthändler, in dessen Wohnzimmer Bilgeri und Prückner Platz genommen hatten, den Faden seiner Erzählung wieder auf. »Auf der einen Seite war ich Stellvertreter Rosenbergs, was allerdings eine reine pro-forma-Sache war, da Rosenberg sich für unersetzlich hielt und grundsätzlich alles selbst in die Hand nahm. So hatte ich jede Menge Zeit, um mich sorgfältig in den Pariser Kunstmarkt einzufinden. Während Rosenberg unermüdlich seine Kriegsbeute zusammentrug, spürte ich, wie sich der Kunsthandel in Zeitraffergeschwindigkeit den neuen Verhältnissen – wie ein Chamäleon – anpasste. Paris war über Nacht zum neuen Dreh- und Angelpunkt des Europäischen Kunstmarkts geworden…